Freitag, 30. Juli 2010

Daniela Prousa

Daniela Prousa äussert sich auf ihrem Blog, auf dem leider nicht kommentiert werden kann, über die Berichterstattung zu ihrem Buch, das ich hier zu beschreiben versuchte.



Kommentare von mir auf einige Aspekte aus den öffentlichen Reaktionen

17:20, 29/07/2010 .. Link

Mit überwiegender Freude las ich in so manchem Blog und Forum über die Perspektive, die andere auf mein Buch haben, an dem ich ein gutes Jahr lang viele Stunden am Tag schrieb, häufig auch in den Nächten. Soviel Energie dafür aufgebracht, ist es mir tatsächlich "ans gewachsen" und so möchte ich die Gelegenheit nutzen, noch einiges dazu darzulegen, vor allem im letzten Absatz hier unten, aber auch zuvor, wenn ich gleich dabei bin, noch einige Gedanken zu anderen Aspekten.

First of all, ich bin keine Psychiaterin, also keine sich mit psychischen Erkrankungen befassende Fachärztin, sondern Diplom-Psychologin. Ich interessiere mich für das Erleben und Verhalten von Menschen, für dessen psycho-"logische" Zusammenhänge mit der eigenen Vergangenheit, den Spiegelungen und Interaktionen in der Gegenwart und den Zielvorstellungen in der Zukunft. Ich weiß,dass diese Differenzierung für Außenstehende manchmal etwas schwierig ist .

Den Leser erwarten 631 Seiten, wohl oder übel , nicht 603 oder 580 oder...

Das Buch "Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann" stellt primär eine Analyse der öffentlich direkt verfügbaren, von den McCanns nach dem in Frage stehenden Ereignis produzierten Daten (Homepage, Blogschreibung, Interviews, öffentliche Appelle, Vertrieb von Propagandamaterial im Rahmen ihrer Kampagne etc.) dar. Die Grund- und Hintergrundinformationen zum Fall werden selbstverständlich, dem vorangehend, dargelegt, damit der Leser vor dem Eintreten in die Analysen ausreichend Kenntnis besitzt. Diese Daten selbst werden aber weitestgehend nicht analysiert, z. B. werden keine Widersprüche zwischen verschiedenen Zeugenaussagen herausgearbeitet oder, was ohne Verfügbarkeit aller Dokumente der Ermittlungsakten ja auch nicht möglich ist, werden nicht sämtliche Hinweise auf Sichtungen und andere Indizien auf deren Aussagekraft hin untersucht. Dies kann an anderer Stelle erfolgen, unter Vorlage aller wichtigen Unterlagen, und entspricht nicht der Fragestellung dieser Arbeit.

Da diese Hintergrunddaten im Prinzip nicht und an seltenen Stellen nur in zu vernachlässigender Weise in die eigentliche Analyse einbezogen werden, sind hier einige wenige und periphere Unsicherheiten oder Abweichungen, wie z. B. bzgl. der genauen Ankunftszeit der Polizisten am Tatort, die trotz gewissenhafter Recherche unter Rückgriff auf qualitativ gute Quellen nicht völlig ausgeschlossen werden konnten, nicht ausschlaggebend.

Angesichts der umfangreichen und aufgrund von Fotos und Videos (z. B. Dokumentation der Suchmaßnahmen der Spürhunde) recht verlässlichen Datenlage wird der für eine kriminalistische Untersuchung stets zentrale Aspekt, nämlich eine Analyse des Tatortes, hingegen durchaus eingebunden. Deren Ergebnisse werden dann mit den im Werk hauptsächlichen Untersuchungen, also denen der Handlungsprodukte der Eltern nach dem Verschwinden von Madeleine, für die Schlussfolgerung in den letzten Kapiteln des Buches zusammengeführt. Amarals Buch findet nur in sofern Erwähnung, als dass dessen kritisches Potenzial aufgezeigt wird, das, neben weiteren kritischen Stimmen anderer Experten, eine genaue psychologische Analyse des Elternverhaltens als bedeutsam und lohnenswert erscheinen lässt. Die in dem Buch dargelegte Schlussfolgerung zum Fall, die letztlich aufgrund der psychologischen Ergebnisse am plausibelsten erscheinende Tathergangsrekonstruktion, stützt sich in keinem Punkt auf die Aussagen von Amaral.

Wie eben schon angeklungen, haben die Analyseergebnisse und gezogenen Schlussfolgerungen, wie im Buch auch dargelegt, den Stellenwert von Indizien und hohen Plausibilitäten - ihnen kommt nicht die Kraft gut gesicherter Erkenntnisse zu, wie sie DNA-Analysen, Glaubhaftigkeitsdiagnostiken oder gar detaillierten Geständnissen von Tätern zuzuschreiben sind.

Anwendungen der Analysemethoden der Hermeneutik müssen bestimmte Gütekriterien erfüllen, um wissenschaftlich fundiert zu sein. Neben Vorerfahrungen durch entsprechende Analysen und größtmöglicher Transparenz jedes Analyseschrittes sind dies, wie ich in "Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann" zeige, Textsicherheit durch die Hinzuziehung von Muttersprachlern bei aufkommenden Unsicherheiten, Inanspruchnahme verschiedener Supervisoren und Mitinterpreten zur Erweiterung der Perspektiven und zur Prüfung der intersubjektiven Übereinstimmung, psychoanalytische Selbsterfahrung, Zerlegung der übergeordneten Fragestellung in psychologisch gut untersuchbare Konstrukte, Aufzeigen der Interpretationskriterien vor Analysebeginn sowie, konkret formuliert für dem vorliegenden Fall, die zumindest grobe Postulation der für die verschiedenen möglichen Verschwindensszenarien in den Handlungsprodukten der Eltern erwartbaren latenten/unbewussten Gehalte, ebenfalls vor Analysebeginn. Die Ergebnisgüte wird hierdurch gesichert und schränkt die Gefahr subjektivistischer Verzerrungen in den Interpretationen, die mehr über den Analysierenden als über das Analysierte aussagen würden , deutlich ein. Der Untersucher kann, so gesichert, sein eigenes Subjekt für den Analyseprozess einsetzen, wie es die Methode der Tiefenhermeneutik i. S. einer "Meditation" über die durch das Material in ihm aufsteigenden inneren Erlebnissphären verlangt. Er kann so versteckte Aspekte erkennen, die unter rein rationaler Betrachtung unerkannt geblieben wären.

Die Nutzung des in dieser Hinsicht "Subjektiven" macht bei der Tiefenhermeneutik den Erkenntnisgewinn aus, ist nicht nur beabsichtigt, sondern für das Erkennen von Verdrängtem und Verleugnetem essentiell. Unbewusste, d. h. nicht bewusst reflektierte, aber auch nicht direkt verdrängte Aspekte, wie z. B. Beziehungsstrukturen innerhalb einer Familie, können hingegen auch sehr gut mittels der rational arbeitenden objektiven Hermeneutik entschlüsselt werden. Oevermann selbst beansprucht durchaus, auch das dynamisch Unbewusste, also explizit verdrängte/abgewehrte Strukturen mittels Objektiver Hermeneutik rekonstruieren zu können. Reinke (vgl. ihre im Blog abgedruckte Rezension) widerspricht ihm hier. Das zeigt die Diskussionsfähigkeit und -würdigkeit dieses Aspektes. Wie ich in meinem Buch dargelegt habe, nehme ich diesbzgl. den Standpunkt ein, dass beide Methoden bzgl. des dynamisch Unbewussten zwei Wege eröffnen, die beide, durch verschiedene Sphären hindurch "nach Rom führen", die Tiefenhermeneutik mehr erlebnisorientiert, die Objektive Hermeneutik rational alle möglichen Bedeutungsrichtungen aufzeigend und dann die sich herauskristallisierende, wiederkehrende Struktur benennend. Die Tiefenhermeneutik wird bzgl. der Erhellung des dynamisch Unbewussten aber wohl häufig noch ergiebiger sein,da sie ganze dynamische Bedinungsgefüge herauszuarbeiten vermag und verdrängte Erlebnisaspekte am ehesten durch eben wieder diesen Kanal, das Emotionale, umfänglich wieder erfahrbar werden, statt durch rationale Betrachtung, die aber durchaus einzelne Muster erkenntlich machen kann und deren latente Charakterisierung.

Wie ich auf verschiedenen Internetseiten lesen konnte, wird häufiger die "nackte" Kernaussage meiner Tathergangsrekonstruktion wiedergegeben . Hier möchte ich sehr gerne und mit Nachdruck auf das im Buch erarbeitete Verständnis für das evtl. Möglichwerden solcher Handlungen, für die dann vorliegenden Beweggründe der Akteure, deren z. T. leidvolle innere Not hinweisen, die zentrale Aspekte eines von mir dargelegten Tatherganges erst zustande kommen lassen. Trifft dieser so oder in ähnlicher Form zu, so wird die offizielle Aufklärung des Vermisstenfalles Madeleine McCann am wahrscheinlichsten unter einer breiten öffentlichen Verständnisentwicklung ans Licht kommen dürfen.



Mein Kommentar dazu:

Erst einmal vielen Dank für die Erwähnung meines und anderer Blogs und Foren auf Ihrer Seite. Jedes Ins-Gedächtnis-rufen ist hilfreich.

Ohne die wissenschaftlichen Hintergrundinformationen zu besitzen, ist es für einen Laien in der Tat schwierig, die Analyse, mit der sie zur "nackten Kernaussage" gekommen sind, richtig und verständlich zusammenzufassen. Ich hätte dies gern an Hand von Beispielen aus Ihrem Buch getan, wollte aber nicht ohne Erlaubnis zitieren und übersetzen. Das Interesse daran war groß, vielleicht könnten Sie mir Ihre Erlaubnis für Zitat und Übersetzung einiger Passagen erteilen.

Was meine Einschätzung angeht, dass Sie sich in letzter Konsequenz auf die Schlussfolgerungen von Herrn Amaral stützen, was den Unfallhergang und den Zeitrahmen angeht, möchte ich diese noch näher erläutern:

Für Ihre Arbeit war die Seite www.mccannfiles.com die richtig gewählte Basis, da hier alle Äußerungen der Eltern über die Presse lückenlos archiviert sind. Großer Dank geht hier wieder einmal an Nigel, der unter hohem persönlichen und finanziellen Einsatz dies nach wie vor gewährleistet.

Für die Bewertung der kriminalistischen Fakten wären jedoch die tatsächlichen Polizeiakten meiner Meinung nach sinnvoller gewesen, die in ungekürzter, vollständiger Form, wie von der Policia Judiciaria freigegeben, hier vorliegen.

Speziell die Begegnung der Familie Smith, die sich mitlerweile als zentrales Indiz in diesem Fall herauskristallisiert hat, hätte ein Fragezeichen auf den von Ihnen antizipierten Ablauf der Geschehnisse nach einem möglichen Auffinden einer Leiche geworfen. Denn wenn der Vater bereits um 21:50 Uhr mit einem "schlafenden" Mädchen auf dem Arm Richtung Strand gehend, gesehen wurde, kann sich die Leiche nicht über Stunden oder sogar Tage in einem Versteck im Ocean's Club befunden haben. Dass die Aussage im zentralen Abschlussbericht, Gerry McCann sei von Zeugen zu diesem Zeitpunkt im Restaurant gesehen worden, unhaltbar ist, zeigt sich schon nach kurzem Studium der Akten. Alle Zeugen, die dies bestätigen, gehören dem Kreis der Freunde an und sind nicht als neutral einzustufen.

Auch die mitlerweile von vielen unermüdlichen Forenmitgliedern herausgearbeiteten Diskrepanzen, die einige der Freunde der McCanns in ihren verschiedenen Verhören erzeugten, wie z.B. die hier beschriebenen Aussagen von Herrn Oldfield, legen den Verdacht nahe, dass der Abend des 3. Mai eine Inszenierung war, um einerseits von einem Vernachlässigungsdelikt an den Kindern durch extrem häufige Überprüfung abzulenken, andererseits erst einen Zeitraum für eine Entführung zu schaffen. Dies würde zumindest den Zeitpunkt des Todes um mindestens einige Stunden nach vorne verlagern.

Aus diesen Gründen bin ich bei meiner Buchbeschreibung zu dem Schluss gekommen, dass Ihre hervorragende Analyse zwar sehr wohl zu einer schlüssigen Aussage bzgl. der Position der Eltern nicht als Angehörige eines Opfers sondern als mögliche Tatbeteiligte kommt, trotzdem Tatzeitpunkt und genauen Ablauf offen lassen muss und sich daher an die Überzeugung des Chefinspektors anlehnt.

Das Interesse an Ihrem Buch war von Seiten der Menschen, die sich immer noch um eine echte Aufklärung des Falles bemühen, jedenfalls sehr groß und ich würde es gerne auch dem überwiegend englisch-sprachigen Interessentenkreis näher bringen. Sollte es englische Rezessionen geben oder eine Übersetzung geplant sein, wäre ich für Hinweise sehr dankbar. Ansonsten wäre es schön, wie oben erwähnt, wenn ich einzelne Auszüge aus der hermeneutischen Analyse übersetzen und veröffentlichen dürfte.

Montag, 26. Juli 2010

Julias Loveparade Blog


Eine tapfere Überlebende

http://juliasloveparade.blog.de/





Mein aufrichtiges Beileid den Angehörigen und Freunden der 20 Verstorbenen.



Auf dass die Ursachen aufgeklärt, die Schuldigen bestraft, und nichts unter den Teppich gekehrt wird.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Freud & Co.



Analyse des Vermisstenfalles Madeleine McCann

Daniela Prousa



Kurzbeschreibung (von Amazon)

Am 3. Mai 2007 verschwindet im portugiesischen Praia da Luz die knapp 4-jährige Madeleine McCann auf mysteriöse Weise aus einem Ferienapartment. Bis heute fehlt von ihr jede Spur.

Insbesondere das außergewöhnlich starke öffentliche Agieren ihrer Eltern verschaffte dem bislang unaufgeklärten Kriminalfall eine spektakuläre Bekanntheit. Es warf jedoch, in Verbindung mit einer mit der von den McCanns propagierten Entführungsversion unvereinbar erscheinenden Spurendetektion durch exzellent geschulte Blut- bzw. Leichenspürhunde, auch kritische Fragen bezüglich einer mögliche Verwicklung der Eltern selbst in Madeleines Verschwinden auf. Da Madeleines Mutter und Vater aber jedwede Beteiligung verneinen, die DNA-Analysen der von den Hunden angezeigten Spuren letztlich ergebnislos verliefen und das Mädchen bis heute nicht wieder aufgetaucht ist, besteht das kriminalistische Aufklärungsinteresse seines erlittenen Schicksales und damit der vorgefallenen Straftat weiter fort.

Die vorliegende Arbeit stellt die offiziell erste umfangreiche psychologische Untersuchung dieser Vermisstenangelegenheit dar. Insbesondere das von den Eltern nach dem in Frage stehenden Ereignis so umfangreich produzierte Blog-, Appell- und Interviewmaterial, das im Falle ihrer Verwicklung mit zum aufschlussreichen, durch Tarnung und Abwehr einerseits, aber auch durch ein potenzielles Durchscheinen der verheimlichten bzw. verdrängten Erlebnisinhalte andererseits geprägten Nachtatverhalten gerechnet werden kann, erscheint offiziell noch nicht als erschöpfend analysiert. Entsprechend widmet sich die vorliegende Arbeit schwerpunktmäßig dieser Untersuchung.

Es wird dabei davon ausgegangen, dass für ein derartiges Erkenntnisinteresse insbesondere die unausgesprochenen, d. h. die impliziten und unbewussten Gehalte des zu analysierenden Materials von Bedeutung sind. Auf eben diesen soll darum hier das Hauptaugenmerk liegen.

Auf über 600 Seiten wird der Leser an den Tatort geführt, taucht ein in die sich im Analysematerial entfaltenden psychologischen Erlebniswelten und kann jeden Interpretationsschritt durch dessen sorgfältige Dokumentation im Anhang selbst kritisch nachvollziehen.


Kurzbeschreibung (von mir)

Gestern kam das Buch mit der Post, bestellt beim lokalen Buchhandel, da Amazon hier scheinbar die gleichen "logistischen" Probleme mit der Beschaffung des Buches hat, wie bei Goncalo Amarals "Die Wahrheit über die Lüge"...

Beeidruckende 631 Seiten in kleiner Schrift, eine wissenschaftliche Arbeit im Bereich der Psychologie und Psychoanalyse unter Verwendung der Technik der Hermeneutik, der Interpretation und Deutung vieler schriftlicher und visueller Äusserungen der Eltern von Madeleine, im Blog, auf ihrer Internetseite, in Interviews und Fernsehauftritten.

Die Autorin hat sich auch mit Dr. Christian Lüdke über den Fall ausgetauscht, der bereits früh die Eltern der Beteiligung verdächtigte. Das Buch von Amaral erhält vor allem in seiner letztendlichen Schlussfolgerung Erwähnung obwohl seine Rolle im Fall Cipriano zur Vorsicht mahnt.

Eine Faktenerhebung der Geschehnisse erfolgt ausschliesslich auf Basis der Daten die www.mccannfiles.com bereit hält, eine kriminalistische Hinterfragung und Untersuchung erfolgt nicht, ist allerdings auch sicher nicht Sinn dieser Arbeit.

Daher fehlen vor allem die widersprüchlichen oder schlicht falschen Aussagen der Freunde der McCanns, wie sie hier z.B. im letzten Blogpost verdeutlicht werden. Auch werden z.B. falsche Presseangaben übernommen, so sind z.B. die Zeiten an denen die Polizei zuerst alarmiert worden sein soll und deren tatsächliches Erscheinen nicht korrekt. Aber dies sollte auch kein Krimi werden, sondern eine psychologische Analyse der beiden Eltern.

Dadurch, dass weder die Smith Sichtung, die Bezichtigung des Robert Murat noch die Aussagen der Gaspars beleuchtet werden, ist es nicht verwunderlich, dass die abschliessende Tathergangstheorie auf den Erkenntnissen von Goncalo Amaral basieren und keine eigene Schlussfolgerung sein kann. Die Überzeugung, dass die Eltern am Verschwinden von Maddie beteiligt sind, ist allerdings aus der akribisch geführten Recherche und Deutung ihrer Aussagen und ihrer öffentlichen Auftritte begründet und sehr schlüssig.

Verschiedene mögliche Tathergangsszenarien werden aufgrund der entschlüsselten Persönlichkeitsstrukturen der beiden Eltern aufgeführt und führen nach Abwägung zu dem Schluss, dass es sich am wahrscheinlichsten um einen Unfall im Apartment am 3. Mai gehandelt hat, gefolgt vom Finden und provisorischen Verstecken der Leiche durch die Mutter. Der Vater kommt erst später als Helfer und Organisator ins Spiel, was seiner Persönlichkeit sehr entgegenkommt.

Wie gesagt, viele kriminalistische Fakten fehlen, wobei die These natürlich in erster Linie auf den Ergebnissen der Durchsuchung des Apartments und des Autos mit Hilfe der Hunde fußt.

Eine sehr schlüssige Persönlichkeitsanalyse der Hauptfiguren, großes Lob dafür. Leider angreifbar durch z.T. falsch wiedergegebene Fakten und vor allem große Lücken in der kriminalistischen Untersuchung.


Dienstag, 13. Juli 2010

Schwarz auf Weiß

Endlich haben wir es einmal schwarz auf weiß. Es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Madeleine entführt wurde. Dies teilte das Foreign & Commonwealth Office einer Dame mit, die im Rahmen des Freedom of Information Acts einige Fragen zu entführten Kindern stellte. Das (ungekürzte) Original ist hier auf einer Regierungsseite zu finden:



Ob Jane Tanner das schon gelesen hat?

Dafür gab es gestern auf der SkyNews Diskussionsseite eine sehr gute Zusammenfassung unter dem Titel: 100 Gründe warum Madeleine McCann nicht entführt wurde. Leider überlebte die Diskussion keine 10 Stunden. Sobald die SkyRedakteure heute morgen aufgestanden waren, wurde das Thema ersatzlos gestrichen. Ich habs kopiert, und gebe es hier im Original von "Truestepper" wieder (Sogar die Hosenknöpfe meines vorherigen Postings sind eingeflossen):

PHYSICAL / APARTMENT / ENTRY

1. All five markers in a sample found under the tiles, behind the sofa (exactly where Eddie, the EVRD [Cadaver] dog and Keela, the CSI [Human Blood] dog, both indicated), are 100% compatible with Madeleine's DNA profile

2. Fifteen of the markers, in a sample found under the luggage liner of the McCann?s Scenic (hired 24 days later), are 100% compatible with Madeleine's DNA profile

3. Shutters were not jemmied or forced, as claimed by the parents

4. No signs of forced entry anywhere in the apartment

5. No physical evidence of anyone having entered or left via the window, including?

6. ?No Lichen disturbance

7. ?No Fibres

8. ?No Finger prints of abductor

9. ?No footprints on bed

10. Only finger prints on the window are those of Kate



DOGS

11. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the McCann?s wardrobe in 5A

12. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted at the back of the sofa in 5A

13. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the veranda outside the parent?s bedroom

14. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the flower bed at the back of 5A

15. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a white sleeveless top belonging to Kate

16. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to checked trousers belonging to Kate

17. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a child?s red T shirt

18. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to a toy belonging to Madeleine

19. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the key of the McCann?s rental Scenic car

20. Eddie, the EVRD (Cadaver) dog, positively alerted to the passenger?s door of the McCann?s Renault Scenic

21. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted at the back of the sofa in 5A (exact same spot as alerted to by the EVRD dog)

22. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted to the key of the McCann?s hire car

23. Keela, the CSI (Human Blood) dog, positively alerted to the interior of the hire vehicle?s boot



TANNER SIGHTING

The only perceived evidence of ?abduction?, being the sighting by Jane Tanner at around 21.15 is riddled with inconsistencies and conflicting testimonies, being the fact that?

24. ?None of the scent tracking Search & Rescue dogs followed that trail, and in fact followed another trail completely

25. ?Jeremy Wilkins (independent witness) failed to spot the ?abductor?, despite being only yards away, while chatting to Gerry

26. ?Jeremy Wilkins (independent witness) failed to see Jane Tanner walking by, despite being on the same narrow sidewalk at the same time

27. ?Gerry himself failed to spot the ?abductor?, despite being only yards away, while chatting to Jeremy

28. ?Gerry contradicted Jeremy by stating that their chat was on the opposite side of the road from that as described, and drawn on a map, by Mr Wilkins

29. ?Gerry also contradicted Tanner, by stating that his chat with Jeremy was on the opposite side of the road from that mentioned by Jane

30. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to her apartment at 21.15

31. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking from her apartment at 21.20

32. ?Jane never bumped into Jeremy Wilkins (who had walked back to his apartment after the chat with Gerry) while walking back from her apartment at 21.20

33. ?Russell O?Brien failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to his apartment at 21.30

34. ?Matthew Oldfield failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to his apartment, which was right next door, at 21.30

35. ?Matthew failed to spot the open window and shutters and blowing curtains while checking on Madeleine and the twins

36. ?Matthew failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking from his apartment back to the Tapas at around 21.35

37. ?Jane failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking to her apartment at 21.45

38. ?Russell failed to spot the open window and shutters and blowing curtains coming from Madeleine?s bedroom while walking back from his apartment at 21.50

39. ?Tanner?s description has changed several times

40. ?It makes no sense, especially if (as the McCann?s claim) that this was a well planned abduction, that the abductor walks across the very road used by the parents to check on their children

41... The abductor failed to hear either Tanner, Gerry or Wilkins, and continued on the path that would put him in the full vision of all three

42... If the abductor had lifted Madeleine out of the bed, then he would be carrying with her head to his right hand side, not on the left as in Tanner?s claimed sighting



SMITH SIGHTING

43. The Smith family (independent witnesses) sighting has, with the exception of one brief mention two years later, been completely ignored by the McCann?s and their private detectives from day one (no e-fit / press conference / media onslaught) despite the fact that?

44. ?There was huge publicity given to the Tanner sighting, including the pressure put on the Portuguese authorities to get the details out there

45. ?The Smith family descriptions have never changed

46. ?The sighting was only minutes before the 'alarm' was raised

47. ?The sighting was only 250 metres from the apartment

48. ?This sighting would have explained many of the inconsistencies of the Tanner sighting as mentioned above

49. ?There were several members of the family who witnessed this man carrying a child

50. The general area and timing of the sighting made by the family can be corroborated by a restaurant receipt for that evening

51. The general description of the man could fit Gerry McCann

52. The description of the child matches Madeleine

53. The type of trousers match those possessed by Gerry

54. Trousers match in terms of colour

55. Trousers even match in terms of the visible buttons as mentioned by one of the family

56. Martin and his wife later identified the carrier, through the distinctive carrying style, as being Gerry McCann


Given much of the above, the remarkable coincidence that?

57. The pressure put on the PJ to highlight the Tanner sighting came at exactly the same time as the Smith family were being brought back to Portugal to go over the sighting in more detail

58. The sighting was in a different part of town from the Tanner sighting

59. It was also heading in a completely different direction

60. The carrying style was completely different to that of the Tanner sighting

61. And yet? the McCann?s deliberately altered the Smith sighting carrying style so as to match that of the Tanner sighting, during the only ever significant mention of the sighting, in a McCann made reconstruction aired only a few days after Amaral?s (in which he included the Smith sighting)

62. They also tried to morph the carrier into the same man as seen by Tanner, despite significant differences in descriptions



BEHAVIOURAL

There are many instances of strange behaviour from the McCann?s, not being consistent with parents of a child abducted by paedophiles, including (but not limited to)?

63. Kate complaining about the speed of a police vehicle while being take to look into a new lead at PJ HQ (sighting caught on CCTV)

64. Gerry laughing and joking and sucking lollipops while one of the most significant abduction leads came to a climax

65. Very little mention of the huge award available over the last three years

66. Despite raising millions through their fund, and spending thousands on media monitoring, they continue to charge for travel kits and for printing off posters designed to help find their daughter

67. Lack of physical searching during the first few days

68. Lack of physically handing out leaflets / putting up posters themselves

69. Hiring cowboy private detectives with no expertise or experience in finding children

70. Gerry smirking when asked by a Sky News presenter how he feels when someone comes forward who is certain that they have seen Madeleine

71. When up to 14 possible sightings of Madeleine emerged in Malta, resulting in a huge police operation including Interpol, the McCann?s hot footed it to Germany for more TV plugs

72. When the most promising sighting of all was made in Belgium, a 110% certain sighting by a child therapist, considered so credible by authorities that they despatched a forensics team, the McCanns went looking in Huelva, Spain

73. Gerry?s initial claim, as overheard by another holidaymaker, within minutes of the alarm being raised, that Madeleine had been taken by paedophiles. How did he know that?

74. Gerry caught on Camera laughing his head off only a few days after his daughter had been ?abducted by paedophiles? as claimed by the parents

75. Despite refuting the claims of the dogs / Scenic findings, the McCann?s continued to submit ridiculous reasoning for them, including Sea bass, sweat, dirty nappies, rubbish en-route to dump, rotten meat, and attending to 6 bodies before the holiday, amongst others

76. Kate refusing to answer 48 police questions

77. The McCann?s and their holiday friends all refusing to attend a police reconstruction

78. Despite the Madeleine?s disappearance looking like an inside job from the outset, the McCann?s and their friends were happy enough returning their children to the MW creche just hours later, despite not knowing if any of the staff were involved

79. When Kate raised the alarm, she ran back to the table, leaving the twins in the apartment while not knowing whether the abductor(s) were still onsite

80. Kate shouting ?They?ve taken her!?, not distinguishing between Madeleine and her sister Amelie



STRANGE QUOTES
... from the McCann?s and their friends, including?

81. David Payne: ?"...then Kate came back just after ten o? clock, you know absolutely distraught err you know just, you know her face I?ll never forget. It was A FACE OF SOMEONE?S CHILD who had been taken?"

82. Gerry : ?"We want a big event to raise awareness that she is still missing (...) It wouldn?t be a one-year anniversary, it will be sooner than that" said just a moth after she vanished

83. Kate : "I bet she's giving whoever she's with her tuppance worth."

84. Gerry : "I have no doubt we will be able to sustain a high profile for Madeleine?s disappearance in the long term." Again from June 2007 - how did he know she wouldn?t be found before then?

85. Russell O?Brien : "I have nothing further to tell you. I am not going to dishonour the compromise I assumed with Kate and Gerry. They want to control all information that is disclosed"

86. Gerry : "It will be some sort of focus around an anniversary, to tell people that Madeleine's still missing. I think it would be later this year, once media attention has dropped, to bring it back up, hopefully, for a short period."

87. David Payne : "We have a pact. This is our matter only. It is nobody else?s business"

88. Rachel Oldfield : "they would know what to do to resuscitate a child"

89. Gerry : ?wasn?t as bad as the night we found her?



STATEMENT INCONSISTENCIES

90. When describing Madeleine sleeping that night, Kate said she was ?under the covers? where as Gerry mentioned that his daughter ?slept without the covers, as was normal?

91. Matthew Oldfield initially claimed that Kate and the children were at the tennis courts when he arrived there at 18.30 where as the rest of the Tapas 9 claim otherwise

92. David Payne?s 18.30 / 18.40 check on Kate (last person out with the parents to see Madeleine) : According to Kate the sliding door was closed, and that David didn?t actually enter the apartment, remaining at the door. But according to David, the door was open and he ?definitely? entered the apartment.

93. Matt Oldfield chivvying up the Payne?s at 21.00 : Matt claims he passed them near the top of the road, but David claims to have passed him by the swimming pool, Fiona claims to have passed him outside 5A, and Dianne Webster initially claimed that Matthew wasn?t even there.

94. Prior to the PJ arriving at 12:40/12:50 Russell O'Brien has written the timeline for them all, including, ?Jane tanner sees stranger walking carrying child.? He does this while Gerry McCann sits at the same table. However, according to Jane Tanner it?s three o' clock in the morning when she informs Gerry McCann for the first time



OTHER

95. Various other possible withheld evidence as hinted at, including intercepted phone calls / text messages

96. Independent witness statement (from McCann neighbour) regarding the luggage door of the McCann?s hire vehicle being open morning, noon and night

97. Gerry?s missing hold-all / tennis / kit bag which he was seen with the day Madeleine disappeared cannot be located by detectives

98. Gaspar (UK GPs) statements detailing concerns about the father and one of his friends on holiday with them

99. Yvonne Martin (Social Worker) statement regarding concerns about the same friend

100. This same friend calls the Metropolitan Police Crime Specialist Director (a number which is also used as the out of hours contact for the Met?s Child Abuse Investigation Team) 24 hours after the alarm


Thanks to chrissie from The Maddie Case Files for finding the FOI request

Freitag, 2. Juli 2010

Knöpfe

Aus der Reihe, "Schnipsel aus den Akten"....
Aoife Smith - Tochter von Martin Smith, der sich zu 60-80% sicher ist, Gerry am 3. Mai gegen 21:50 mit einem Kind auf dem Arm Richtung Klippen gehend, gesehen zu haben, macht u.a. folgende Angabe bzgl. des Mannes den sie alle gesehen hatten:

' His trousers were beige in colour, made of cotton, possibly with buttons, and without any other decoration.'

'Seine Hosen waren von beiger Farbe, aus Baumwolle, möglicherweise mit Knöpfen, und ohne weitere Verzierungen'

mhmmm: